Hangbahntraining - ein überaus effizientes Pferdetraining

Und das bewirkt das Hangbahntraining:

Die Rückenmuskulatur des Pferdes kann optimal trainieren werden durch bergauf und bergab reiten. Das Pferd muss ständig bei dieser Arbeit seinen Schwerpunkt wechseln. Doch nicht nur das Pferd muss seinen Schwerpunkt ständig wechseln, die gleiche Herausforderung hat auch der Reiter.

Auf der Hangbahn zu reiten „ist der Anfang der Versammlung!“ Das Pferd möchte selber im Gleichgewicht sein. Mit jedem Tritt wird seine Balance und Koordination verbessert. Zudem gibt es keine bessere Möglichkeit, schonend und zielstrebig an der Kondition zu arbeiten wie bei der Hangbahnarbeit. Es ist ein permanentes Muskeltraining für das Pferd: Es geht berauf-bergab, bergauf-bergab … ; die Muskeln dehnen sich und ziehen sich wieder zusammen …

Die Hangbahn ist zudem ein natürliches Hilfsmittel zur Förderung von Losgelassenheit und Gleichgewicht von Reiter und Pferd. Wer mit seinem Pferd im Gleichgewicht ist – sowohl geistig als auch körperlich – hat Freude am Reiten und das Reiten macht Freude.

Muskelaufbau durch Hangbahntraining

Muskelaufbau für die Hinterhand durch Hangbahntraining

Jeder Reiter weiss: „Berge hochreiten macht Muskeln!“ Doch welche genau, und wie soll so ein Training aussehen? Durch das Bergauf- und Bergabreiten wechselt man ständig zwischen Schub- und Tragkraft, das ist ein gutes Training für die Hinterhand. Außerdem ist Hangbahntraining ein optimales Propriozeptions-Training! Mit Propriozeption meint man die Wahrnehmung des eigenen Körpers und dessen Bewegung. Die Propriorezepetoren werden durch die vielfältigen Fussungsreize (unebener Boden, rauf, ruter, schräg etc.) optimal angesprochen.

Verbesserte Trittsicherheit durch das Hangbahntraining

Reiter bezeichnen dies oft als „Fussungsintelligenz“ Das Pferd lernt in denvariantenreichen Situationen des Hangbahntrainings, sich im Raum auszubalancieren. Dies wird auf unterschiedlichen Untergründen, mit Rauf- und Runtergehen gut erarbeitet. Mit dem Hangbahntraining werden wertvolle  Reize für Muskeln, Sehnen und Bänder gesetzt.

Was bewirkt Bergaufreiten?

Bergauf und bergab im Wechsel zu reiten ist sehr effizientes Muskeltraining, da man dann ventrale und dorsale Muskelketten zusammen trainiert. Die dorsale Muskelkette umfasst alle Muskeln, welche die Wirbelsäule strecken. Die ventrale Muskelkette umfasst alle Muskeln, welche die Wirbelsäule beugen. Zur ventralen Muskelkette gehören zum Beispiel die Bauchmuskeln und diejenigen Muskeln, die unterhalb der Halswirbelsäule liegen. Muskeln einzeln anzusprechen geht nämlich so gut wie nie – Muskeln arbeiten immer in Gruppen oder Muskelketten.

Bergauf entspannen die Bauchmuskeln und die Beine schieben. Beim Bergaufreiten hat das Pferd eine verlängerte hintere Stützbeinphase, da das Pferd den Berg hochkommen muss. Dadurch entsteht mehr Aktivität in der Rückenstrecker-Kette. Die Kruppe wird flacher, es geht in Richtung Schub und Vorwärts. Dies bedeutet, Bergaufreiten ist ein Training für die Schubkraft des Pferdes.

Was bewirkt Bergabreiten?

Durch korrektes bergabreiten wird die ventrale Muskelkette aktiv. Das Pferd kippt das Becken ab. Dies geschieht, weil die wichtigsten Bauchmuskeln an einer Sehne am Schambein ansetzen. Spannt das Pferd diese Muskulatur an, wird das Becken abgekippt. Die Hinterhand trainiert man bergab in Richtung Tragkraft.

Bergabreiten ist zudem immer ein Training in Richtung Versammlung. Das Hangbahntraining und im speziellen, das bergab und bergauf Reiten führ das Pferd an die natürliche Versammlung heran. Korrektes Bergabreiten ist ein Training der Bauchmuskulatur des Pferdes, der gesamten ventralen Muskelkette sowie ein Tragkrafttraining für die Hinterhand.